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GK Studie Kommune
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01.12.2015

Bargeldlos bezahlen in der Kommune

Effizient, kostengünstig und einfach

Viele Kommunen sind bereits gut aufgestellt, wenn es um bargeldlose Bezahlsysteme geht. Rund zwei Drittel der befragten kommunalen Verantwortlichen geben an, dass bargeldloses Bezahlen in ihrer Kommune bereits möglich ist. Darüber hinaus können ungefähr zwei Drittel der Dienstleistungen in Bürgerämtern online genutzt werden. Und auch in Zukunft wird Bargeld mehr und mehr aus der Verwaltung und Einrichtungen verdrängt, so prophezeien es die Teilnehmer einer Umfrage im Auftrag des Deutschen Städte- und Gemeindebundes e.V. und der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V., die im Oktober und November 2014 unter 71 kommunal Verantwortlichen durchgeführt wurde.

Im Zuge des E-Government-Gesetzes soll das Bezahlen in der Verwaltung schrittweise auf elektronische Verfahren umgestellt werden. Das soll Ressourcen sparen und die Effizienz bei Verwaltungsvorgängen steigern. 78 Prozent der Befragten sind sich einig darüber, dass bargeldloses Bezahlen den bürokratischen Aufwand reduziert und stimmen somit dem Gesetzgeber zu. Eine Online-Bezahlung dieser Dienstleistungen ist bislang aber nur in wenigen Fällen (13 Prozent) möglich, obwohl 62 Prozent der Befragten diese Möglichkeit als nützlich einstufen. Nach der Barzahlung ist bereits heute die Zahlung per girocard die zweitgängigste Methode in Bürgerämtern und kann ganz nebenbei ein modernes Image der Kommune aufzeigen – das empfinden 65 Prozent der kommunalen Verantwortlichen.

Beliebt bei Kassenpersonal und Bürgern
Geht es um die bevorzugte Bezahlmethode des Kassenpersonals und der Bürger, steht nicht die Barzahlung an erster Stelle, sondern in beiden Fällen mit deutlichem Abstand die girocard-Zahlung. So denken 38 Prozent der Befragten, dass ihr Kassenpersonal Zahlungen per girocard bevorzugen würde. 49 Prozent gehen davon aus, dass Bürger am ehesten per girocard zahlen, wenn alle abgefragten Bezahlmöglichkeiten – Bargeld, girocard, Überweisung, Lastschrifteinzug, Kreditkarte und GeldKarte – zur Auswahl stünden.

Bargeld ist zudem sehr teuer, das wissen auch die Kommunen. Grundsätzlich weisen bargeldlose Bezahlsysteme den Weg und werden sich in Zukunft durchsetzen, bewertet Ingo Limburg, Vorstandsvorsitzender der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e. V., ehemals Initiative GeldKarte e. V., die Umfrage. Das bestätigen auch die Umfrageteilnehmer: 59 Prozent bewerten die geringeren Kosten für das Bargeldhandling als positiven Effekt der bargeldlosen Bezahlung.

Ein breites Spektrum an Einsatzgebieten
Sinnvoll erscheint es den Befragten außerdem, bargeldloses Bezahlen auch jenseits der Bürgerämter, vor allem in Büchereien, Schwimmbädern, am Parkscheinautomaten und im Öffentlichen Personennahverkehr einzusetzen. Die Funktionen GeldKarte und girogo sind bei Kleinbetragszahlungen besonders nützlich. Und das erkennen auch die Befragten: Vor der Umfrage kannte knapp ein Drittel der Befragten die Möglichkeiten der GeldKarte in der Schulverpflegung nicht, zeigte aber danach direkt Interesse, sie in der Kommune einzusetzen. Und auch die finanzielle Bezuschussung bedürftiger Familien mit Hilfe der GeldKarte findet die Mehrheit der Befragten sinnvoll. Rund 61 Prozent planen kurz-, mittel- oder langfristig die Abwicklung von Sozialleistungen mit einem elektronischen Bezahlsystem wie der GeldKarte.

Die Zukunft des Bezahlens
Deutlich wird auch, dass ein Großteil der befragten kommunalen Verantwortlichen technologieaffin ist. Kontaktloses Bezahlen ist bereits 59 Prozent bekannt. Und auch das Potenzial ist groß. Mehr als zwei Drittel der Befragten kann sich den Einsatz von kontaktlosen Bezahlsystemen in der Kommune vorstellen. Mobile Payment scheint hingegen aktuell noch wenig Relevanz als Bezahlmethode zu haben: Nur drei Prozent der Kommunen nutzen es und vier Prozent planen die Nutzung. Aber wie sieht die Zukunft aus? In zehn Jahren wird Bargeld vermutlich weiter an Relevanz verlieren. girocard-Zahlungen, gefolgt von Mobile Payment und Kontaktlos-Zahlungen werden laut Umfrage im Jahr 2025 zu den beliebtesten Bezahlmethoden gehören. Das ist laut Franz-Reinhard Habbel, Pressesprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes e.V., die Quintessenz der Umfrageergebnisse: „Kommunen müssen sich zukunftsfähig aufstellen dazu gehört unbedingt auch, eine Infrastruktur für bargeldlose Bezahlsysteme bereitzustellen.“